Dienstag, 28. April 2009

Das 2. Google-Handy

Vodafone und HTC präsentierten letzte Woche im Rahmen einer Schiffstour durch den Hamburger Hafen geladenen Gästen das neue Android-Smartphone HTC Magic, das ab 30.April in den Vodafone-Shops und im Internet erhältlich sein wird.

Nach dem T-Mobile G1 mit Tastatur ist das HTC Magic das erste Handy mit dem Android-Betriebssystem von Google, das ausschließlich über einen kapazitiven Touchscreen gesteuert wird. Zur Texteingabe wird eine Bildschirmtastatur automatisch eingeblendet. Der Bildschirm samt Tastatur drehen sich ins Querformat, wenn man das Handy waagerecht hält.

Auf den ersten Eindruck wirkt das HTC Macic deutlich ausgereifter als das G1 was nicht nur auf das anprechendere Design - wahlweise in weiß oder schwarz - sondern auch auf die aktuelle Android-Version 1.5 zurückzuführen ist. Nach Aussage von HTC wurde zusätzlich der Stromverbrauch reduziert, so dass der etwa 20% stärkere Akku (1340 mAh statt 1100 mAh) erheblich länger als der des G1 halten soll.

Durch die neue Android-Version ist das HTC Magic nicht mehr zwingend an ein Google-Konto gebunden. Allerdings sind ohne Google-Konto nur Grundfunktionen des Telefons möglich. T-Mobile wird nächste Woche ebenfalls Android 1.5 für seine Geräte nachliefern, so dass sich auch diese auf Wunsch ohne Google-Konto betreiben lassen.

Technische Daten: HTC Magic

  • Quadband GSM
  • EDGE, GPRS, UMTS, HSDPA (7,2 Mbit/s), HSUPA (2 Mbit/s)
  • 3,2-Zoll-Touchscreen (kapazitiv) 320 x 480 Pixel
  • 3,2 Megapixel-Kamera mit Autofokus und Videofunktion
  • Mini-USB, Bluetooth, WLAN
  • 512 MB Flash ROM, 192 MB RAM
  • Micro-SD-Karten-Steckplatz SDHC (8GB-Karte im Lieferumfang)
  • GPS-Empfänger
  • Digitaler Kompass
  • Bewegungssensor
  • Google-Software und Vodafone Live Portal vorinstalliert
  • Maße: 113 x 55 x 13,65 Millimeter
  • Gewicht: 118,5 Gramm

Vodafone gab heute auch vier verschiedene Tarifmodelle für das HTC Magic zwischen 24,95 und 119,95 Euro/Monat bekannt, die zwar alle den Namen 'SuperFlat' tragen, aber längst nicht alles wirkliche Flatrates sind. Die drei Tarife mit Datenflatrate kosten in den ersten drei Monaten etwas weniger. Außerdem gibt es hier das Handy für einen Euro, wogegen beim Einsteigertarif 59,90 zu zahlen sind. Ohne Tarif wird das HTC Magic 569 Euro kosten.

Die Bildschirmtastatur sorgte auf der Präsentation selbst bei Handykennern am Anfang für Verwirrung, deshalb hier drei Tipps zur Ersteinrichtung des HTC Magic.

Tipps zur Bildschirmtastatur des HTC Magic

  • Umlaute lassen sich eingeben, indem man die entsprechende Taste A, O oder U lange drückt.
  • Bei der Einrichtung eines Google-Kontos muss zur Sicherheit ein scheinbar sinnloses Wort aus einer Grafik (Captcha) eingetippt werden. Hier versucht die automatische Worterkennung zu korrigieren, was in diesem Fall natürlich nicht angebracht ist. Also einfach das selbst eingegebene Wort ganz links in der Vorschlagsliste antippen.
  • Der Browser hat keine Adresszeile. Da man nicht wie auf dem G1 einfach eine URL eintippen kann, muss zuerst über Menü/Los das Eingabefeld eingeblendet werden.

Samstag, 18. April 2009

Windows Mobile 6.5 kommt am 11. Mai


Microsoft wird im Rahmen der Entwicklerkonferenz TechEd 2009 am 11.Mai die neue Version Windows Mobile 6.5 offiziell starten, berichtet das Windows Mobile Team Blog. Dabei soll es sich, obwohl Windows Mobile 6.5 nur als Zwischenschritt auf dem Weg zu Windows Mobile 7 gilt, um den größten Produktstart in der 9-jährigen Geschichte von Windows Mobile handeln.

Die wichtigsten Neuerungen in Windows Mobile 6.5
  • Neue intuitiv mit dem Finger bedienbare Oberfläche
  • Neuer Startbildschirm, der entgangene Anrufe, E-Mails und SMS anzeigt
  • Widgets auf dem Startbildschirm für beliebig konfigurierbare weitere Informationen
  • Neuer Internet Explorer mit Zoomfunktion
  • Neuer Online-Synchronisationsdienst MyPhone
  • Integration von Facebook
Mit dem Begriff Windows Phone bekommt Microsofts mobiles Betriebssystem wieder einmal einen neuen Namen. Die ursprünglich angekündigte Bienenwabenoberfläche wurde wieder fallen gelassen.

Wann die ersten Geräte mit Windows Mobile 6.5 auf den Markt kommen, steht noch nicht fest.

Quelle: pocketland.de

Freitag, 10. April 2009

Namenswirrwarr

Üblicherweise hat ein Betriebssystem einen Namen und ändert nur von Zeit zu Zeit seine Versionsnummer. Diese aus der PC-Welt bekannte Art der Kennzeichnung von Updates und Neuauflagen scheint für Microsoft und sein Handybetriebssystem nicht zu gelten.

Im Jahr 1996 stellte Microsoft erstmals ein Betriebssystem für mobile Geräte vor, damals unter dem Namen 'Windows CE'. Da der Name offenbar wenig werbewirksam war, nannte man das System später in 'Pocket PC' um, was der Plattform schließlich auch zum Durchbruch verhalf. Aber auch 'Windows für H/PC', 'Palm-sized PC', 'CE.NET', 'Handheld PC 2000', 'Pocket PC Phone Edition' und 'Microsoft Smartphone' waren Varianten des gleichen Betriebssystems. Welcher Anwender soll sich da noch zurechtfinden, besonders als Geräte im Jahr 2003 die Betriebssystemversion 'Windows mobile 2003 Second Edition for Microsoft Smartphones' verwendeten, deren Name nicht einmal mehr auf das Display passte.

Um die Verwirrung endgültig zu beenden (oder noch mehr zu vergrößern) kündigte Anfang des Jahres 2005 Scott Horn, damaliger Senior Director der Mobile and Embedded Devices Group bei Microsoft an, in Zukunft nur noch einen Namen zu verwenden: Windows Mobile. Kurz darauf gab es schon wieder zwei Versionen, 'Windows Mobile 5.0' für Geräte mit Touchscreen und 'Windows Mobile for Smartphone' für Geräte ohne Touchscreen.

Mit der aktuellen Windows Mobile Version 6 wurden die Bezeichnungen erneut geändert. 'Windows Mobile Standard' ist jetzt die Version für Handys ohne Touchscreen, 'Windows Mobile Professional' die Version für Handys mit Touchscreen und 'Windows Mobile Classic' wird auf Geräten mit Touchscreen aber ohne Telefonfunktion, also den klassischen PocketPCs eingesetzt.

Im Rahmen der Ankündigung der neuen Betriebssystemversion 6.5 wird es eine weitere Namensänderung für mobile Geräte mit Microsoft Betriebssystem geben. Ob mit Touchscreen oder ohne, die Handys der nächsten Generation sollen 'Windows Phones' heißen. Warten wir ab, was passiert, wenn im kommenden Jahr Windows 7 auch für mobile Geräte auf den Markt kommt.

Samstag, 4. April 2009

Schlusslicht

München bekommt als letzte deutsche Großstadt Handyempfang in der U-Bahn

Mit dem Handy telefoniert man heute immer und überall - seit etwa 10 Jahren auch untertage in den U- und S-Bahnen in Deutschland - in allen bis auf einer.

Die bayerische Landeshauptstadt München hatte sich bisher erfolgreich gegen das Telefonieren mit dem Handy in der U-Bahn gewehrt. Jetzt holt auch die Bayern die Technik ein. Ein Beschluss des Münchner Stadtrats soll in naher Zukunft Telefongespräche in der Münchner U-Bahn möglich machen.

Der Mobilfunkprovider Vodafone wird die notwendige 'Indoor-Technik' im U-Bahnnetz installieren. Dabei werden 100 Sendeanlagen große Teile des Tunnelstrecken und alle wichtigen Bahnhöfe in der Innenstadt mit GSM, UMTS, EDGE und HSPA abdecken. Ein Konsortium der vier Netzbetreiber berichtete dem Stadtrat: 'Die Projektplanung und die Ortsbegehungen sind abgeschlossen'.

Selbstverständlich kann die Technik nicht nur von Vodafone-Kunden, sondern für alle deutschen Mobilfunknetze zum Telefonieren und zum Internetzugang genutzt werden.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren nicht etwa der Komfort und der moderne Lebensstil der Fahrgäste, sondern deren Sicherheit. Bedingt durch die zahlreichen Gewalttaten in der Münchner U-Bahn, wo sich Täter in sicheren 'Funkschatten' verstecken konnten, war der Ruf nach Handyempfang in den Tunneln immer lauter geworden.

Bereits im April sollen an verkehrsreichen Punkten Handygespräche möglich werden. Bis zum Sommer wird das Netz weiter ausgebaut. In drei Jahren wird mit einer kompletten Netzabdeckung der Münchner U-Bahn gerechnet.

Quelle: smartsam.de