Freitag, 11. Februar 2011

Nokia baut Windows Phones

Was passiert, wenn sich der größte Handyhersteller der Welt und der größte Softwarehersteller zusammentun?

Der neue Nokia-Chef Stephen Elop, ehemaliger Microsoft-Manager und Microsoft CEO Steve Ballmer gaben heute in London eine neue stragische Allianz bekannt. Experten hatten einen ähnlichen Schritt schon lange erwartet, da Nokia trotz guter Hardware auf Betriebssystemseite mit Symbian und MeeGo schwächelt, Microsoft dagegen zur Verbreitung seiner neuen Windows Phone 7 Plattform einen starken Hardwarepartner braucht.

Seit heute ist es offiziell: Nokia wird Handys mit Windows Phone 7 bauen.

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, Nokia wird Windows Phone 7 als primäre Smartphoneplattform einsetzen und dort auch neue Innovationen einbringen, wie unter anderem mobile Bildverarbeitung, wo Nokia Marktführer ist.

Nokia wird die Zukunft der Windows Phone 7 Plattform entscheidend mitgestalten, durch Erfahrung in der Geräteproduktion und in der Entwicklung verschiedenartiger Handymodelle für unterschiedliche Märkte.

Nokia und Microsoft werden bei der Entwicklung und im Marketing eng zusammenarbeiten. Die Suche nach lokalen Inhalten auf dem Handy wie auch im Internet wird durch Microsofts Bing-Suchtechnologie erweitert.

Nokia Maps und Bing Maps werden integriert und durch Microsofts Werbeplattform erweitert. Beide Firmen wollen zusammen eine starke Plattform schaffen und neue Geräte weltweit vermarkten.


Donnerstag, 27. Januar 2011

Android-Smartphones als kostengünstige Raumfahrtelektronik

Smartphones könnten in Zukunft als kostengünstige Steuerungscomputer für Weltraumsonden arbeiten.

Der britische Kleinsatelliten-Spezialist Surrey Satellite Technology Limited (SSTL) plant, dieses Jahr ein Android-Handy in die Erdumlaufbahn zu schießen. Der etwa 30 cm große Satellit soll in einigen hundert km Höhe die erde umkreisen.
Das ist als Härtetest unter den extremen Umwelt- bedingungen im Weltraum gedacht, berichtet die BBC. "Wir wollen sehen, ob das Telefon einen Satelliten steuern kann", sagt SSTL-Projektmanager Shaun Kenyon. Falls das gelingt, könnten Hard- und Software wie in Smartphones die Raumfahrt revolutionieren. Denn sie wären eine günstige technologische Alternative, die sich mehr Interessenten leisten können.
Heutige Smartphones mit Prozessortaktungen von bis zu einem Gigahertz und mit großen Flash-Speichermodulen bieten beachtliche Leistung. Sie liegt deutlich höher als beispielsweise bei den Computersystemen der Apollo-Mission für die erste bemannte Mondlandung. Gleichzeitig sind sie günstig. Für die "Surrey Training Research and Nanosatellite Demonstration" (STRaND-1) will SSTL ein Android-Modell nutzen, dass im Handel weniger als 300 britische Pfund (ca 350 Euro) kostet. Das Gerät soll nicht auseinander genommen oder anderwärtig verändert werden, ehe es in den Weltraum fliegt.
Der Flug wird ein echter Härtetest, da im Weltraum starke Temperatur- schwankungen, extreme Kälte und harte Strahlung warten. Zwar bekommt das Handy ein spezielles Gehäuse, um diesen extremen Bedingungen nicht völlig ausgeliefert zu sein. Dennoch ist die Frage, ob ein handelsübliches Smartphone bestehen kann. Zunächst nutzt der Satellit daher einen eigenen Hauptcomputer, der über eine zusätzliche Kamera das Smartphone innerhalb des Flugkörpers beobachtet. "Im Idealfall kann das Telefon die Kontrolle übernehmen", betont aber Doug Liddle, Chefwissenschaftler bei SSTL. Es würde dann alle Subsysteme steuern, darunter auch die satelliteneigene Funkverbindung zu Erde.
Sofern das Vorhaben gelingt, bedeutet das eine potenzielle Revolution für die Raumfahrt. Denn die günstigen Technologien sind für Unternehmen und Organisationen zugänglich, für die bislang die Kosten von weltraumtauglichen Systemen eine Hürde sind. Dabei geht es neben der Hardware auch um die Möglichkeiten, welche Android eröffnet. "Die quelloffene Natur der Software ist aufregend. Denn sobald ein Handy im Orbit funktioniert, ist absehbar, wie wir in weiterer Folge Leute Apps dafür entwickeln lassen", schreibt Doug Liddle in der Pressemitteilung.
Quelle: android.pdassi.de

Donnerstag, 6. Januar 2011

Google zeigt Android 3.0 Honeycomb

Google zeigt zur CES 2011 erstmals eine offizielle Vorschau auf die kommende Android-Version 3.0.
Die neue Benutzeroberfläche von Android 3.0 soll speziell für Tablets mit größeren Bilddiagonalen optimiert sein und neue interaktive Widgets enthalten. Dafür wird Android aber auch hardwarehungriger. Als Mindestanforderung nennt Google einen Dualcore-Prozessor.


Die mitgelieferten Google-Apps werden ebenfalls runderneuert. Das Video zeigt unter anderem den neuen Gogle eBook-Dienst, Google Talk für Chat und Videotelefonie, einen neuen Browser, die neue Tablett-optimierte Oberfläche von YouTube sowie das neue Google Maps 5 mit 3D-Gebäuden und verbesserter Integration von Street View.
Wann Android 3.0 Honeycomb offiziell verfügbar ist und wann die ersten Geräte auf den Markt kommen, ist weiterhin unbekannt.
Quelle: android.pdassi.de